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Hallo auf dieser Seite möchte nach und nach Aufsätze Online bringen welche ich in meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr und auf Wehrübungen geschrieben und zum Teil auch dort vorgetragen habe. Um aber eins gleich ganz klar zu stellen, es geht hierbei nicht um die Glorifizierung des Krieges, des 3.Reiches, der Wehrmacht, Waffen SS oder ihren Angehörigen sondern nur um historische Geschehnisse welche in Städten und Dörfern statt fanden zu denen ich ein persönliches Verhältniss hatte oder habe.
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Aktualisiert am 20.03.2011
Ein Husarenritt ?!?
Vorwort:
Als ich das erstemal von der Geschichte dieses Mannes hörte, wollte ich sie nicht wirklich glauben. Nachfragen bei Bekannten ergaben nichts brauchbares. Trotzdem lies mir die Geschichte keine Ruhe und ich bohrte weiter - mit Erfolg wie sich herausstellen sollte. Nachdem ich diesmal gleich in mehreren Foren fragte, bekam ich endlich brauchbare Informationen und Büchertipps.
Nicolussi-Leck:
Der spätere Ritterkreuzträger und Kompanie-Chef der 8.Kp.SS-Pz.Rgt.5 der 5.SS-Pz.Div."Wiking" meldete sich 1940 freiwillig zur Waffen-SS. Einer seiner riskantesten Einsätze war wohl der Entsatz der von den Sowjets eingeschlossenen Stadt Kowel im März 1944. Er hatte den Auftrag mit einem Panzer-Bataillon den Einschließungsring zu sprengen und mit den in der Stadt eingeschlossenen Truppen Verbindung aufzunehmen. Nachdem er wegen der starken Gegenwehr der Russen schon ein Drittel seiner Panzer verloren hatte, sollte der Angriff abgebrochen werden. Nicolussi-Leck der mit den Eingeschlossenen in Funkverbindung stand und erfahren hatte, dass sich über 2000 Verwundete in der Stadt aufhielten, setzte entgegen des Befehls den Angriff fort.
Als ich das erstemal von der Geschichte dieses Mannes hörte, wollte ich sie nicht wirklich glauben. Nachfragen bei Bekannten ergaben nichts brauchbares. Trotzdem lies mir die Geschichte keine Ruhe und ich bohrte weiter - mit Erfolg wie sich herausstellen sollte. Nachdem ich diesmal gleich in mehreren Foren fragte, bekam ich endlich brauchbare Informationen und Büchertipps.
Nicolussi-Leck:
Der spätere Ritterkreuzträger und Kompanie-Chef der 8.Kp.SS-Pz.Rgt.5 der 5.SS-Pz.Div."Wiking" meldete sich 1940 freiwillig zur Waffen-SS. Einer seiner riskantesten Einsätze war wohl der Entsatz der von den Sowjets eingeschlossenen Stadt Kowel im März 1944. Er hatte den Auftrag mit einem Panzer-Bataillon den Einschließungsring zu sprengen und mit den in der Stadt eingeschlossenen Truppen Verbindung aufzunehmen. Nachdem er wegen der starken Gegenwehr der Russen schon ein Drittel seiner Panzer verloren hatte, sollte der Angriff abgebrochen werden. Nicolussi-Leck der mit den Eingeschlossenen in Funkverbindung stand und erfahren hatte, dass sich über 2000 Verwundete in der Stadt aufhielten, setzte entgegen des Befehls den Angriff fort.
Am nächsten Tag und weiteren schweren Verlusten an Mensch und Gerät, konnte er mit seinen Männern in den Ring einbrechen und die Stadt weitere 8 Tage bis zum Eintreffen von Verstärkung, die den Kessel dann endgültig brach, gegen die sowjetischen Truppen verteidigen.
Deutschland 1945:
Im Frühjahr 1945 hatte er den Auftrag bekommen mit einem Abholkommando Kampfpanzer von Deitschland aus zurück zu seiner im Südosten kämpfenden Division zu überführen. Dazu wurde er mit ca.150 Mann von Györ in Ungarn per Bahn nach HEsselteich bei Gütersloh geschickt.
Am 02.April 1945 erkundetet er mit dem finnischen Obersturmführer Olan Olin und 30 Mann bei Harsewinkel, wie man am besten weiter nach Paderborn kommen könnte, um die erhofften Panzer zu emfangen. In Harsewinkelkam es zu einem Schusswechsel mit einigen Panzern der 5.US-Pz.Div., die sich auf die Ortschaft zu bewegten.
Über Versmold und Melle zogen sie sich dann bis Lübecke zurück, wo sie drei Lkw´s (Holzgas) beschlagnahmten und sich mit den restlichen Männern des Kommandos in Richtung Minden absetzten. Als sie am 04.April dort ankamen, war Minden schon zum größten Teil von britischen Truppen besetzt. So fuhren sie weiter über die letzte noch intakte Brücke des Weser-Elbe-Kanals bei Minden. In derNacht vom 04. auf den 05.April kamen sie in Bückeburg an, wo sie in einem Fahrzeug-Depot 13 SPW beschlagnahmten zwei dieser Halbketten (Sd.Kfz.251) waren mit 2cm Flak38 ausgerüstet.
Am 06.April erreichte die Kampfgruppe dann endlich Hannover, Hauptsturmführer Nicolussi-Leck meldete sich beim Stadtkommandanten und bezog am nächsten Morgen entlang der Reichsstrasse 6 nordwestlich von Stöcken mit seinen Männern Stellung. Von dieser Position konnte er sowohl die Reichsautobahn als auch die Brücken über den Weser-Elbe-Kanal (Mittellandkanal) überwachen. Am Tag darauf verlegte die Kampfgruppe ihre Stellung auf die Line Berenbostel-Stattsforst-Marienwerder in westliche Richtung, da man hier den Angriff der 84. US-Inf.Div. erwartete.
Am Morgen des 08.April erfuhr Nicolussi-Leck von einem Arbeiter der Hanomag, dass sich noch einige mehr oder weniger einsatzbereite Panzerfahrzeuge auf dem Gelände der Fabrik befänden. Der Hauptsturmführer schickte sofort einige Panzerfahrer aus seiner Kampfgruppe mit dem Arbeiter zum Firmengelände, wo sie auch tatsächlich 7Jagdpanther und einen Bergepanther fanden. Es fehlten lediglich noch die Zieloptiken, Munition und vorallem Triebstoff. Kurze Zeit später wahren schon einige Lkw`s auf den Weg zu einem Depot nahe Scheuen bei Celle. Am Abend des Tages konnte Nicolussi-Leck dem Stadtkommandanten alle Jagdpanther klar zum Gefecht melden; damit war die Kampfgruppe die einzige bewegliche Einheit in Hannover.
In der Nacht vom 08. auf den 09.April besetzte die Kampfgruppe "Wiking" die westlich von Hannover gelegenen Ortschaften Frielingen und zunächst auch Ricklingen, um sich gegen das 11.US-Pz-Aufkl.Rgt. zu stellen, das sich auf die Orte zu bewegte. Es sollten die härtesten Kämpfe für das US-Pz.Aufkl.Rgt. werden die jetzt den gut ausgebildeten und kampferfahrenen Männern der Kampfgruppe in ihren nagelneuen Jagdpanthern gegenüber stand. Für die Männer der "Wiking" war die Situation nichts neues, an der Ostfront traten sie stets gegen einen Überlegenen Feind an. Deshalb ließen sie die amerikanischen Panzer ruhig auf sich zu kommen. Nach dem die drei im Ricklingen stehenden Jagdpanther die ersten Fahrzeuge des amerikanischen Aufkl.Rgt. unter Feuer nahmen, befahl deren kommandierender Offizier die Ortschaft mit Artillerie zu beschießen. Daraufhin zogen sich die drei Jagdpanther auf die nordöstlich gelegende Ortschaft Horst zurück. Nachdem Ricklingen von den Amerikanern genommen worden war, bewegten sie sich weiter auf Frielingen zu. Dort erwarteten die restlich vier Jagdpanther der Kampfgruppe, die sogleich das Feuer auf Höhstschußweite eröffneten und den Amerikanern schwere Verluste beibrachten. Aber auch die kleine Kampfgruppe hatte Verluste zu beklagen, sie verlor an Fahrzeugen einen Jagdpanther und einen Schützenpanzerwagen (SPW).
Als wenig später die Amerikaner auch noch drei Sherman Panzer in Horst verloren, die von den drei aus Ricklingen kommenden Jagdpanthern abgeschossen wurden, befahl Generalmajor Bolling den vier Artillerie-Bataillonen der 84. US-Inf.Div. die Ortschaft unter Feuer zu nehmen. Daraufhin zogen sich die Teile der Kampfgruppe "Wiking" ostwärts auf die Linie Vinnhorst-Nordhafen zurück. An diesem Tag vernichtete die Kampfgruppe ca. 30 feindliche Fahrzeuge aller Art.
Fortsetzung folgt;
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Im Frühjahr 1945 hatte er den Auftrag bekommen mit einem Abholkommando Kampfpanzer von Deitschland aus zurück zu seiner im Südosten kämpfenden Division zu überführen. Dazu wurde er mit ca.150 Mann von Györ in Ungarn per Bahn nach HEsselteich bei Gütersloh geschickt.
Am 02.April 1945 erkundetet er mit dem finnischen Obersturmführer Olan Olin und 30 Mann bei Harsewinkel, wie man am besten weiter nach Paderborn kommen könnte, um die erhofften Panzer zu emfangen. In Harsewinkelkam es zu einem Schusswechsel mit einigen Panzern der 5.US-Pz.Div., die sich auf die Ortschaft zu bewegten.
Über Versmold und Melle zogen sie sich dann bis Lübecke zurück, wo sie drei Lkw´s (Holzgas) beschlagnahmten und sich mit den restlichen Männern des Kommandos in Richtung Minden absetzten. Als sie am 04.April dort ankamen, war Minden schon zum größten Teil von britischen Truppen besetzt. So fuhren sie weiter über die letzte noch intakte Brücke des Weser-Elbe-Kanals bei Minden. In derNacht vom 04. auf den 05.April kamen sie in Bückeburg an, wo sie in einem Fahrzeug-Depot 13 SPW beschlagnahmten zwei dieser Halbketten (Sd.Kfz.251) waren mit 2cm Flak38 ausgerüstet.
Am 06.April erreichte die Kampfgruppe dann endlich Hannover, Hauptsturmführer Nicolussi-Leck meldete sich beim Stadtkommandanten und bezog am nächsten Morgen entlang der Reichsstrasse 6 nordwestlich von Stöcken mit seinen Männern Stellung. Von dieser Position konnte er sowohl die Reichsautobahn als auch die Brücken über den Weser-Elbe-Kanal (Mittellandkanal) überwachen. Am Tag darauf verlegte die Kampfgruppe ihre Stellung auf die Line Berenbostel-Stattsforst-Marienwerder in westliche Richtung, da man hier den Angriff der 84. US-Inf.Div. erwartete.
Am Morgen des 08.April erfuhr Nicolussi-Leck von einem Arbeiter der Hanomag, dass sich noch einige mehr oder weniger einsatzbereite Panzerfahrzeuge auf dem Gelände der Fabrik befänden. Der Hauptsturmführer schickte sofort einige Panzerfahrer aus seiner Kampfgruppe mit dem Arbeiter zum Firmengelände, wo sie auch tatsächlich 7Jagdpanther und einen Bergepanther fanden. Es fehlten lediglich noch die Zieloptiken, Munition und vorallem Triebstoff. Kurze Zeit später wahren schon einige Lkw`s auf den Weg zu einem Depot nahe Scheuen bei Celle. Am Abend des Tages konnte Nicolussi-Leck dem Stadtkommandanten alle Jagdpanther klar zum Gefecht melden; damit war die Kampfgruppe die einzige bewegliche Einheit in Hannover.
In der Nacht vom 08. auf den 09.April besetzte die Kampfgruppe "Wiking" die westlich von Hannover gelegenen Ortschaften Frielingen und zunächst auch Ricklingen, um sich gegen das 11.US-Pz-Aufkl.Rgt. zu stellen, das sich auf die Orte zu bewegte. Es sollten die härtesten Kämpfe für das US-Pz.Aufkl.Rgt. werden die jetzt den gut ausgebildeten und kampferfahrenen Männern der Kampfgruppe in ihren nagelneuen Jagdpanthern gegenüber stand. Für die Männer der "Wiking" war die Situation nichts neues, an der Ostfront traten sie stets gegen einen Überlegenen Feind an. Deshalb ließen sie die amerikanischen Panzer ruhig auf sich zu kommen. Nach dem die drei im Ricklingen stehenden Jagdpanther die ersten Fahrzeuge des amerikanischen Aufkl.Rgt. unter Feuer nahmen, befahl deren kommandierender Offizier die Ortschaft mit Artillerie zu beschießen. Daraufhin zogen sich die drei Jagdpanther auf die nordöstlich gelegende Ortschaft Horst zurück. Nachdem Ricklingen von den Amerikanern genommen worden war, bewegten sie sich weiter auf Frielingen zu. Dort erwarteten die restlich vier Jagdpanther der Kampfgruppe, die sogleich das Feuer auf Höhstschußweite eröffneten und den Amerikanern schwere Verluste beibrachten. Aber auch die kleine Kampfgruppe hatte Verluste zu beklagen, sie verlor an Fahrzeugen einen Jagdpanther und einen Schützenpanzerwagen (SPW).
Als wenig später die Amerikaner auch noch drei Sherman Panzer in Horst verloren, die von den drei aus Ricklingen kommenden Jagdpanthern abgeschossen wurden, befahl Generalmajor Bolling den vier Artillerie-Bataillonen der 84. US-Inf.Div. die Ortschaft unter Feuer zu nehmen. Daraufhin zogen sich die Teile der Kampfgruppe "Wiking" ostwärts auf die Linie Vinnhorst-Nordhafen zurück. An diesem Tag vernichtete die Kampfgruppe ca. 30 feindliche Fahrzeuge aller Art.
Fortsetzung folgt;
Quellenangaben:
"Der Krieg in der Heimat (Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe)" Autor Ulrich Saft, erschienen im Verlag-Saft, ISBN 3-9801789-0-0
"Schwere Jagdpanzer" Autor u.a. Walter Spielberger, erschienen im Motorbuch-Verlag ISBN
"Damals-Der Zweite Weltkrieg zwischen Teutoburger Wald Weser und Leine" Autor Heinz Meyer erschienen im Verlag K.W.Schütz KG ISBN 3-87725-094/7
"Der Krieg in der Heimat (Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe)" Autor Ulrich Saft, erschienen im Verlag-Saft, ISBN 3-9801789-0-0
"Schwere Jagdpanzer" Autor u.a. Walter Spielberger, erschienen im Motorbuch-Verlag ISBN
"Damals-Der Zweite Weltkrieg zwischen Teutoburger Wald Weser und Leine" Autor Heinz Meyer erschienen im Verlag K.W.Schütz KG ISBN 3-87725-094/7
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Maik Fuchs